Das Thema der Heimvernetzung im HiFi- bzw. Heimkino-Bereich ist allgegenwärtiger denn je. Bereits vor einiger Zeit hatten wir das Thema in einem separaten Videobericht aufgegriffen und erläutert, wie man sein heimisches NAS-System für Unterhaltungsmedien nutzen kann. In diesem Artikel gehen wir nochmal intensiver in die Thematik ein und zeigen an konkreten Beispielen, wie komplex die Materie scheinbar ist, aber wie einfach man sie nutzen kann.
Im nachfolgenden, recht langen und ausführlichen Videobericht haben wir eine komplette Netzwerk-NAS- und Streaming-Strecke aufgebaut, welche einen typischen Wohnzimmer-Fall nachstellen kann. Grundlage dafür im Bereich der Netzwerktechnik ist ein NETGEAR Orbi RBK20 Mesh-System, welches via Funk agiert – im Video aber mehr dazu. Hinzu kommt eine WD MyCloud PR4100 16TB NAS, der bereits schon von uns getestete und zugleich ausgezeichnete ELAC Discovery Roon Server, sowie der brandneue LG OLED65E8L. Für die audiophile Wiedergabe und der sinnigen Kreisschließung haben wir die Wireless-Lautsprecher ELAC Air-X 407 im Setup mit eingebunden. Zwei Kernthemen werden die Funktionsweise des Medienservers PLEX sowie die Musikverwaltungs-Software Roon sein. Nachfolgend nun das Video dazu:
Wie im Video dargestellt, muss ein vermeintlich komplexer Aufbau nicht sehr kompliziert zu handhaben sein. Oben drein haben besagte Komponenten im Jahre 2018 mehrheitlich auch ihren IT-Charme abgeworfen und sind als absolut Wohnzimmer tauglich einzustufen. Bestes Beispiel dürfte die Orbi-Serie von NETGEAR sein, welche im Volksmund auch gern mal als Blumenvase bezeichnet und nicht direkt als WiFi-Komponente enttarnt wird.
Alle elementaren Komponenten zusammen: Roon-Server, NAS und Access-Point
Auch der Einsatz von immer flacher werdenden TV-Modellen wie beispielsweise unserem LG OLED lassen den gesamten TV aka` Heimkino-Bereich zu minimalistischen Oasen avancieren. Die von uns verwendeten ELAC Air-X 407 und die dazugehörige Base stehen nicht nur für „Made in Germany“, sondern auch für einfache Wireless-Wiedergabe, die mittels passendem Lautsprecher (ELAC Discovery Z3) zum Multiroom-Verbund ausgebaut werden können.
Der LG OLED65E8 - mehr als nur ein TV - oder doch ein Bild?
Der ELAC Discovery mit seiner Roon-Software stellt dazu den perfekten Komplementär dar, mit dem sich die auf der NAS angesammelten Werke perfekt (automatisch!) verwalten und entdecken lassen. Die Integrationsmöglichkeit einer Einbindung der Hi-Res-Audio Streaming-Dienste TIDAL und qobuz stellen schlussendlich die perfekte Abrundung dieses Systems dar. Alles in Allem kann sich jeder die hier aufgezeigten Produkte sicher selbst gut in seinen heimischen Gefilden vorstellen, sofern man es denn auch so möchte.
Die Mesh-Plattform Orbi haben wir ja bereits in einem ausführlichen Testbericht zum RKB50 Set vorgestellt, davon losgelöst konnten wir auch schon weitere Umsetzungsideen dafür im Vorstellungsvideo aufarbeiten. Das diese Ursprungsversion als Set kein Schnapper ist, hat sich inzwischen auch schon herumgesprochen. Daher macht es durchaus Sinn einen kleineren Ableger mit weniger Flächenabdeckung anzubieten. Größter Vorteil hierbei ist ganz klar der Preispunkt von rund 250 EUR der somit deutlich unter dem des Top Modells liegt. Als Zielgruppe dürften wohl Anwender mit Mietwohnungen als auch kleinen Einfamilienhäusern gelten (ohne dabei jetzt gewollt eine Gruppe auszuschließen).
NETGEAR gibt hier eine Flächenabdeckung von immer noch 250m² an – was keinesfalls wenig ist. Auf der technischen Seite bietet man dem Kunden einen „Performance-Indikator“ von AC2200 an was sich auf drei Kanälen (und zwei Frequenzen: 2,4 GHz / 5,0 GHz) mit 866 + 866 + 400 Mbit/s aufteilt. Vorteil an dieser Stelle ist, dass Dank der „MU-MIMO-Technologie“ die drei genannten Bänder parallel belastet werden können, wodurch sich auch der Wert „AC2200“ ergibt.
Satellit und Router (rechts) - fungieren jeweils auch als Netzwerk-Switch
Neben den technischen Keyfacts bietet dieses Netzwerk-System einen entscheidenden Vorteil, und da ist auch vollkommen gleich ob RKB20 oder RBK50. Man kann mittels WiFi sich eine performante Netzwerk-Steckdose in Bereichen kreieren, wo vorher keine Möglichkeiten dazu waren (baulich etc.) Die oben schon mehrfach beschriebene Leistung sorgt dann dafür, dass keine Bottlenecks im Netzwerk auftreten (sollten).
Die WD My Cloud Pro PR4100 ist eine 4-Bay NAS-Lösung, die in den Konfigurationen von 4, 8, 16, 24 und 32TB sowie als Leergehäuse angeboten wird. Jeweils doppelte Netzteil- und Netzwerk-Anschlüsse sollen für Redundanz und dementsprechend hohe Ausfallsicherheit sorgen. Die Geräte kommen vorkonfiguriert im RAID-0-Verbund daher. Ein großer Vorteil: der RAID-Spiegel muss nicht vom Endanwender aufbaut werden, sondern wurde bereits vom Hersteller eingerichtet. Ergo ein großes Zeitersparnis.
Natürlich muss es nicht zwingend ein NAS-System für 1000 EUR (16TB) sein, sondern kann auch zu kleineren Modellen wie der PR2100 oder der My Cloud EX2 Ultra greifen. Beide Modelle bieten im Kern die gleiche Software-Unterstützung sowie Plex-Kompatibilität, unterscheiden sich dann aber schlussendlich bei der CPU-Leistung als auch der maximalen Speicher-Bestückung. Letztendlich alles eine Frage des Preise den man bereit ist dafür aufzubringen.
Für schnelles Datenaufspielen stehen insgesamt drei USB-3.0-Ports zur Verfügung, so das sich auch weitere externe Laufwerke auf die NAS sichern lassen, oder eben umgedreht. Im Gehäuse selbst sitzen logischer Weise, vier WD Red Festplatten mit den jeweiligen Kapazitäten.
Die Preisspanne erstreckt sich von 450 EUR (Leergehäuse) bis hin zu 2000,- EUR (40TB – Preise laut Preisvergleich). Bei der PR2100 staffeln sich die Preise wie folgt: 349,- EUR das Leergehäuse was dann schlussendlich bis auf ca. 1100 EUR für die größte Ausführung, das 20TB Modell, ansteigt. Die EX2 Ultra kann als kleiner Geheimtipp angesehen werden, da in Angebotsaktionen das Leergehäuse teilweise schon einmal für rund 150 EUR verkauft wurde. Der Normalpreis beträgt für das inzwischen schon etwas ältere Modell 270 EUR was sich in der Maximalbestückung (20 TB) auf bis zu ~700 EUR bewegt.
Der komplette Technikaufbau noch einmal im Überblick
Unser TV-Gerät in dieser Vorstellung ist vermeintlich der neue OLED-Überflieger für die Saison 2018. Das rückseitig zusätzlich mit einer Glasplatte bestückte High End Gerät überzeugt nicht nur bildlich, was nebenbei erwähnt zu keiner Zeit zur Disposition stand, sondern hält extrem unscheinbar sogar eine Soundbar bereit. Diese versteckt sich im unteren Bereich des Panels und wird erst beim zweiten Blick deutlich.
mehr als nur ein edles Stück Glas an der Wand - der LG OLED65E8L
LG definiert den Leistungswert derer mit einer Angabe von 60W. Unsere ersten Klangchecks bescheinigen eine deutlich gesteigerte Klangqualität die sich keinesfalls verstecken muss und für die Größe der verbauten Membranen durchaus beachtlich ist. Weiteres und vor allem detaillierter werden wir im separaten Testbericht auf den Grund gehen. Nachfolgend haben wir noch ein paar Impressionen von der zurückliegen LG Roadshow 2018 sowie jetzt erstmals zusehen, die Wandmontage des Gerätes. Diejenigen welche jemals oder gar schon mehrfach einen OLED (herstellerunabhängig) an der Wand montiert haben, können sich jetzt selbst auf die Schulter klopfen... :-)
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